Life Cycle Cost: Jetzt oder nie – warum LCC gute Ratgeber sind!

Jetzt oder nie − warum LCC gute Ratgeber sind

Nichts anderes als die aktuelle Weltlage könnte uns dramatischer vor Augen führen, dass Strom eben nicht aus der Steckdose kommt. Wobei hier Strom sinnbildlich für alle nicht regenerativen Energiequellen verstanden werden soll. Die Energiepreise gehen durch die Decke. Wird Deutschland im nächsten Winter überhaupt noch über ausreichend Gas verfügen, um alle Produktionen aufrecht zu erhalten? Ein Paradigmenwechsel in der Beschaffung ist mehr als überfällig.

Allein der Kaufpreis greift zu kurz

Nach wie vor ist es Usus eine Investition, etwa in eine Pumpe, nur nach ihrem Preis zu beurteilen. Dabei würde es sich in der Anschaffungsphase durchaus lohnen den Energiebedarf eines neuen Pumpensystems und dessen Instandhaltungskosten näher unter die Lupe zu nehmen. Es sollte doch im eigenen Interesse der Betreiber liegen, die gesamten Lebenszykluskosten im Blick zu behalten. Zumal Pumpen eine Lebensdauer von 15 Jahren und mehr erreichen können und sie je nach Anwendung auf jährliche Laufzeiten von über 8.000 Stunden bringen können.

Jede Pumpe ist nur so gut wie ihr Gesamtsystem. Punkt. Energie- und Materialverbrauch eines Systems sind abhängig von der Auslegung, der Pumpekonstruktion und der Art und Weise, wie es betrieben wird. Alles muss natürlich sorgfältig aufeinander abgestimmt sein. Das hält die Kosten niedrig und erhöht die Lebensdauer.

Energiekosten machen den Löwenanteil aus

Lebenszykluskosten oder LCC (Life-Cycle-Cost) sind per Definition die Kosten, die während der gesamten Lebensdauer einer Anlage infolge von Beschaffung, Installation, Betrieb, Instandhaltung und Entsorgung entstehen. Fakt ist, auch wenn die Angaben variieren: Die Energiekosten verursachen bei den meisten Pumpen den Großteil der Kosten (zwischen 45 und 60 %), die Instandhaltungskosten schlagen mit 5-10 % zu Buche, die reinen Investitionskosten liegen gerade einmal bei etwa 10 %. Die zu erwartenden Produktionsausfallkosten sind abhängig vom jeweiligen Prozess und können sich in dem einen oder anderen Fall gravierend auf die LCC auswirken. Ein besseres Verständnis der einzelnen „Kuchenstücke“ eröffnet die Möglichkeit, Energie-, Betriebs- und und Wartungskosten zu senken – und das deutlich.

Analyse mit Köpfchen

Die LCC-Analyse ist ein Managementinstrument, das Unternehmen helfen kann, Verschwendung zu minimieren und die Energieeffizienz zu maximieren. Die Analyse bringt die wahren Kosten eines neu zu beschaffenden Systems ans Tageslicht und liefert damit eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Auswahl. Sie bietet sich ebenfalls als Vergleichsinstrument verschiedener Alternativen an, um die kosteneffektivste Lösung herauszufiltern. Neu ist dieser Ansatz nicht: Bereits im Jahr 2000 haben Hydraulic Institute und Europump gemeinsam den Leitfaden „A Guide to LCC Analysis for Pumping Systems“ entwickelt, der Betreiber dabei untersützen soll, die LCC-Methode auf ihre Pumpensysteme anzuwenden.

Alles easy

Alle in Frage kommenden Varianten zu berechnen, kann zeitaufwändig sein. Pumpen-Konfiguratoren gelten inzwischen als etabliertes Tool für ein geplantes Projekt die am Besten geeignete Pumpe zu finden. Sie vernächlässigen allerdings oft die Wirtschaftlichkeit. LCC-Rechner sind hier die bessere Wahl. Die Berechnung der Kostenstrukturen erlaubt es, Lebenszykluskosten überschlägig abzuschätzen. Darüber hinaus lassen sich so die LCC von installierten Pumpen bestimmen, mit denen neuer Aggregate vergleichen und Amortisationszeiten für die geplante Optimierungsmaßnahmen abschätzen. Einige Hersteller bieten als Service Vor-Ort-Analysen an, die anhand belegbarer Zahlen mögliche Kosteneinsparungen aufspüren. Insbesondere Bestandsanlagen erweisen sich als schier unerschöpflicher Quell um Einsparpotenziale zu identifizieren. Vielleicht ist jetzt ja die Zeit gekommen, einen altbekannten Ansatz endlich in die Tat umzusetzen.

Link zum Leitfaden: https://europump.net/uploads/order forms/LCC_Executive_Summary.pdf

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